FREIWILLIGE FEUERWEHR
IMMENDINGEN

Aktueller Stand zur Corona-Situation im Landkreis Tuttlingen

 

Im Landkreis Tuttlingen erwartet man Anstieg der Fallzahlen

Die Zahl der positiv bestätigten Fälle in Deutschland hat sich deutlich nach oben entwickelt. Auch in Baden-Württemberg steigen die Zahlen rasant, Stand heute auf über 5.333 bestätigte Fälle. Das Durchschnittsalter beträgt auf Landesebene 47 Jahre bei einer Spannweite von 0 bis 98 Jahren. Aktuell haben wir im Landkreis Tuttlingen 32 Fälle Coronavirus-Infizierter zu verzeichnen. Auch hier sind Menschen aller Altersklassen, vom Kleinkind, über junge Erwachsene bis hin zu Menschen in hohem Alter, betroffen. Alle drei Tage findet eine Verdopplung der Fallzahlen statt. „Geht diese Entwicklung ungebrochen weiter, so werden wir in der kommenden Woche bei ca. 100 bestätigten Fällen angekommen sein“, zeigt sich Landrat Stefan Bär besorgt. „Aus diesem Grund sehen wir uns in der Pflicht schon jetzt weitere, tiefgreifende Maßnahmen vorzubereiten, sodass wir für den Ernstfall gerüstet sind“, erklärt Bär weiter. Erfahrungen aus anderen Landkreisen zeigen, dass in absehbarer Zeit auch der Landkreis Tuttlingen an Kapazitätsgrenzen stoßen wird. Der Landkreis arbeitet deshalb mit Nachdruck an Notfallplänen. Deshalb, so unterstreicht Landrat Bär seinen Appell, sei es absolut notwendig, dass sich alle gemeinsam zurücknehmen, Kontakte auf ein Minimum beschränkt würden und die durch die Bundes- und Landesregierung erlassenen Regelungen zwingend Beachtung fänden. Dies ist eine wichtige Maßnahme, um die Zahl der schwer erkrankten Personen abzumildern und die Anzahl weiterer Infektionen zu verlangsamen.

Weitere Maßnahmen in Umsetzung

Ab Dienstag, dem 24. März 2020 wird in den Räumen der Fritz-Erler-Schule im Berufsschulzentrum Tuttlingen ein durch die niedergelassenen Ärzte betriebenes Corona-Zentrum eröffnet. Über das vergangene Wochenende hat das Landratsamt auch im Klinikum zahlreiche Vorsorgemaßnahmen für eine möglicherweise steigende Aufnahme getroffen. Die planbaren Behandlungen wurden zurückgefahren und werden bis auf Weiteres auf Notfälle beschränkt. In der mobilen Bettenstation können rund100 Patienten stationär aufgenommen und isoliert werden. Dafür wurde bereits ein Zelt errichtet. Hier können bei Bedarf Patienten, getrennt von der regulären Notaufnahme, aufgenommen werden. Bei einer sich weiter verschärfenden Lage könnten einfach gelagerte Fälle, die nicht einer intensivmedizinischen Betreuung bedürfen, im Gesundheitszentrum Spaichingen untergebracht werden.

Kommunikation im Zeichen von Transparenz und Informationspflicht

Das Landratsamt wird täglich eine Übersichtskarte zur Verbreitung der positiven Fälle gemeindescharf darstellen und auf der Homepage veröffentlichen. Auch weiterhin wird auf der Homepage des Landratsamtes über aktuelle Entwicklungen informiert, um anhand einer seriösen Datenbasis einer Flut von Falschmeldungen und damit vor Irritationen bei Bürgerinnen und Bürgern vorzubeugen. Die dringende Bitte ist, dass sich Bürgerinnen und Bürger in erster Linie auf den Seiten der Ministerien, des Robert-Koch-Instituts und in der einschlägigenTagespresse informieren.

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